Funktionelle Medizin
Was ist die Funktionelle Medizin?
Die Erfolge der modernen Medizin in den letzten 25 Jahren sind herausragend, beschränken sich jedoch überwiegend auf das Therapieren bereits eingetretener Erkrankungen. Prävention genießt in unserem Kulturkreis einen verhältnismäßig geringen Stellenwert, wäre allerdings die deutlich intelligentere und schonendere Methode, um dem Entstehen von Krankheiten rechtzeitig vorzubeugen oder Krankheitsverläufe abzumildern.
Hier beginnt die Domäne der funktionellen Medizin, die Krankheit und Gesundheit nicht als zwei voneinander getrennte Aggregatszustände des Menschen begreift, sondern als einen fließenden Übergang. Der menschliche Körper bildet eine stetige Homöostase, einen dynamischen Prozess, in dem kontinuierlich individuelle Anlagen mit aktuellen Belastungsfaktoren wie Alltagsanforderungen, Stressoren, Ernährung und Umweltgifte abgestimmt werden. Gesundheit wird dabei nicht als die Abwesenheit von Krankheit definiert, sondern eine möglichst optimale Ausrichtung auf die jeweiligen Erfordernisse.
Weiterhin gültig sind die Jahrhunderte alten Säulen der Gesundheit nach Hippokrates, die folgende Komponenten umfassen:
- Bewegung
- Ernährung
- Ruhe
- Bewusstsein/mentale Ausrichtung
- Umwelt und Umgebung
Für wen ist die Funktionelle Medizin geeignet?
Die funktionelle Medizin setzt auf Eigeninitiative und Selbstverantwortung. Jeder Mensch ist dazu aufgefordert, gut für sich und seinen Körper zu sorgen. Der Arzt unterstützt und gibt Ratschläge, überlässt die Eigenverantwortung jedoch vollständig seinem Patienten. Dies ist ein anstrengender Weg, der nicht für jeden geeignet ist. Die eigenen Gewohnheiten und Verhaltensmuster müssen kritisch hinterfragt werden, ebenso muss eine Bereitschaft zur Veränderung vorhanden sein.
Wenn Sie sich in folgender Grafik nicht klar für die rechte Schlange positionieren, wird die funktionelle Medizin Sie wahrscheinlich frustrieren und ich rate Ihnen von einer Beratung ab:
https://thetpgfamily.com/pills-and-surgery-vs-lifestyle-changes/
Bei welchen Krankheitsbildern kann die Funktionelle Medizin hilfreich sein?
Funktionelle Medizin kann bei den meisten chronischen Krankheitsbildern unterstützend wirken, indem sie den Schweregrad lindert oder präventiv wirkt. Zu den häufigen Einsatzbereichen zählen:
neurodegenerative Erkrankungen
rezidivierende Infekte
Autoimmunerkrankungen
Allergien
Unverträglichkeit von Implantaten
Begleitung bei onkologischen Behandlungen
Kinderwunsch
Long-Covid-Erkrankung
Erschöpfung, etc.
Wie läuft die Behandlung ab?
In einem ersten Beratungsgespräch erfassen wir ihre Beschwerden und arbeiten Ihr Hauptanliegen heraus. Es werden entsprechende notwendige diagnostische Schritte eingeleitet, meist Labordiagnostik, die im weiteren Verlauf besprochen wird. Ebenso erhalten Sie Handlungsempfehlungen.
Die Beratung kann vor Ort in der Praxis erfolgen oder online per Videosprechstunde.
Weiterhin weise ich darauf hin, dass gesetzliche Krankenkassen die Leistungen der Funktionellen Medizin nicht übernehmen. Beratungen werden daher an Selbstzahler und Privatversicherte angeboten.
Diese Leistung ist nur für Privatpatienten und Selbstzahler verfügbar.