Funktionelle Medizin

Was ist die Funktionelle Medizin?

Die Erfol­ge der moder­nen Medi­zin in den letz­ten 25 Jah­ren sind her­aus­ra­gend, beschrän­ken sich jedoch über­wie­gend auf das The­ra­pie­ren bereits ein­ge­tre­te­ner Erkran­kun­gen. Prä­ven­ti­on genießt in unse­rem Kul­tur­kreis einen ver­hält­nis­mä­ßig gerin­gen Stel­len­wert, wäre aller­dings die deut­lich intel­li­gen­te­re und scho­nen­de­re Metho­de, um dem Ent­ste­hen von Krank­hei­ten recht­zei­tig vor­zu­beu­gen oder Krank­heits­ver­läu­fe abzumildern.

Ins­be­son­de­re chro­ni­sche Erkran­kun­gen begin­nen bereits Jah­re, manch­mal sogar Jahr­zehn­te, bevor ers­te Sym­pto­me bemerkt wer­den. Ein recht­zei­ti­ges Erken­nen und Gegen­steu­ern kann daher den Krank­heits­ver­lauf erheb­lich beein­flus­sen. Ein sehr häu­fi­ger Fak­tor der Krank­heits­ent­ste­hung sind Man­gel­zu­stän­de an essen­ti­el­len Nähr­stof­fen, da unse­re Nah­rung heu­te nicht mehr so ergie­big ist wie frü­her (Pes­ti­zi­de, Toxi­ne, indus­tri­el­le Mas­sen­pro­duk­ti­on) und wir auf­grund unse­res belas­ten­de­ren Lebens­stils (Umwelt­gif­te, Kon­ser­vie­rungs­stof­fe und Farb­stof­fe in der Nah­rung, unzu­rei­chen­de Ruhe­pha­sen) einen erhöh­ten Bedarf auf­wei­sen. Nicht sel­ten fällt dies in Form chro­ni­scher Erkran­kun­gen (Unver­träg­lich­kei­ten, All­er­gien, Auto­im­mun­erkran­kun­gen, Erschöp­fung, etc.) auf uns zurück. 

Auch Medi­ka­men­te stel­len eine Belas­tung für den Kör­per dar, da sie einer­seits eli­mi­niert wer­den müs­sen, ande­rer­seits die Resorp­ti­on von Mikro­nähr­stof­fen beein­flus­sen können. 

Hier beginnt die Domä­ne der funk­tio­nel­len Medi­zin, die Krank­heit und Gesund­heit nicht als zwei von­ein­an­der getrenn­te Aggre­gats­zu­stän­de des Men­schen begreift, son­dern als einen flie­ßen­den Über­gang. Der mensch­li­che Kör­per bil­det eine ste­ti­ge Homöo­sta­se, einen dyna­mi­schen Pro­zess, in dem  kon­ti­nu­ier­lich indi­vi­du­el­le Anla­gen mit aktu­el­len Belas­tungs­fak­to­ren wie All­tags­an­for­de­run­gen, Stres­so­ren, Ernäh­rung und Umwelt­gif­te abge­stimmt wer­den. Gesund­heit wird dabei nicht als die Abwe­sen­heit von Krank­heit defi­niert, son­dern eine mög­lichst opti­ma­le Aus­rich­tung auf die jewei­li­gen Erfordernisse.

Ziel  ist es, die kör­per­ei­ge­nen Selbst­hei­lungs­kräf­te zu akti­vie­ren, indem Hin­der­nis­se wie zB. Man­gel­zu­stän­de abge­baut werden.

Die funk­tio­nel­le Medi­zin nutzt dazu unter ande­rem geziel­te Nähr­stoff­the­ra­pie – also die indi­vi­du­el­le Zufuhr von Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten – sowie bewähr­te Natur­heil­ver­fah­ren, die den Kör­per bei der Wie­der­her­stel­lung sei­nes Gleich­ge­wichts unter­stüt­zen. Dabei han­delt es sich nicht um alter­na­ti­ve, son­dern um ergän­zen­de Metho­den auf streng natur­wis­sen­schaft­li­cher Grundlage.

Wei­ter­hin gül­tig sind die Jahr­hun­der­te alten Säu­len der Gesund­heit nach Hip­po­kra­tes, die fol­gen­de Kom­po­nen­ten umfassen:

  • Bewe­gung
  • Ernäh­rung
  • Ruhe
  • Bewusstsein/mentale Aus­rich­tung
  • Umwelt und Umgebung

Bei der Funk­tio­nel­len Medi­zin han­delt es sich um eine streng natur­wis­sen­schaft­lich aus­ge­rich­te­te Behand­lungs­me­tho­de, die sich an den Lehr­bü­chern der Phy­sio­lo­gie und Bio­che­mie ori­en­tiert und dabei stets über­prüf­bar und nach­weis­bar bleibt. Daher emp­feh­le ich Ihnen auch drin­gend, eine Bera­tung in Funk­tio­nel­ler Medi­zin bei einem appro­bier­ten Arzt/Ärztin vor­neh­men zu las­sen, die medi­zi­ni­sche Kennt­nis­se und Erfah­rung aufweisen.

Eso­te­ri­sche Heil­me­tho­den fin­den hier kei­ne Anwendung.

Nährstofftherapie als Baustein der funktionellen Medizin

Ein zen­tra­ler Bestand­teil der funk­tio­nel­len Medi­zin ist die Nähr­stoff­the­ra­pie. Durch geziel­te Labor­dia­gnos­tik ermit­teln wir indi­vi­du­el­le Defi­zi­te bei Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen, Ami­no­säu­ren und Spu­ren­ele­men­ten. Auf die­ser Basis erstel­len wir einen per­so­na­li­sier­ten The­ra­pie­plan, um bestehen­de Man­gel­zu­stän­de aus­zu­glei­chen und die kör­per­ei­ge­ne Regu­la­ti­on zu stärken.

Gera­de bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen, Erschöp­fungs­zu­stän­den oder neu­ro­de­ge­nera­ti­ven Krank­heits­bil­dern zeigt sich häu­fig, dass eine geziel­te Nähr­stoff­the­ra­pie die schul­me­di­zi­ni­sche Behand­lung sinn­voll ergän­zen kann.

Die funk­tio­nel­le Medi­zin – ein­schließ­lich Nähr­stoff­the­ra­pie und Natur­heil­ver­fah­ren – stellt eine Ergän­zung zur klas­si­schen und kon­ven­tio­nel­len Medi­zin dar und ist mit Stan­dard­the­ra­pien gut ver­ein­bar. Die viel­fach prak­ti­zier­te, mei­nes Erach­tens nicht sehr hilf­rei­che Tren­nung zwi­schen Schul­me­di­zin und alter­na­ti­ven Metho­den fin­det hier kei­ne Anwen­dung, weil es die­sen Gegen­satz mei­nes Erach­tens nicht gibt.

Eben­so trans­pa­rent ist mei­ne Abrech­nung, die sich an die Vor­ga­ben der GOÄ (Gebüh­ren­ord­nung für Ärz­te) hält. Unse­riö­se und über­teu­er­te The­ra­pien bie­te ich nicht an. Vor jeder Maß­nah­me erhal­ten Sie einen Über­blick über die anfal­len­den Kosten.

Für wen ist die Funktionelle Medizin geeignet?

Die funk­tio­nel­le Medi­zin setzt auf Eigen­in­itia­ti­ve und Selbst­ver­ant­wor­tung. Jeder Mensch ist dazu auf­ge­for­dert, gut für sich und sei­nen Kör­per zu sor­gen. Der Arzt unter­stützt und gibt Rat­schlä­ge, über­lässt die Eigen­ver­ant­wor­tung jedoch voll­stän­dig sei­nem Pati­en­ten. Dies ist ein anstren­gen­der Weg, der nicht für jeden geeig­net ist. Die eige­nen Gewohn­hei­ten und Ver­hal­tens­mus­ter müs­sen kri­tisch hin­ter­fragt wer­den, eben­so muss eine Bereit­schaft zur Ver­än­de­rung vor­han­den sein.

Wenn Sie sich in fol­gen­der Gra­fik nicht klar für die rech­te Schlan­ge posi­tio­nie­ren, wird die funk­tio­nel­le Medi­zin Sie wahr­schein­lich frus­trie­ren und ich rate Ihnen von einer Bera­tung ab:

https://thetpgfamily.com/pills-and-surgery-vs-lifestyle-changes/

Bei welchen Krankheitsbildern kann die Funktionelle Medizin hilfreich sein?

Funk­tio­nel­le Medi­zin und beglei­ten­de Natur­heil­ver­fah­ren kön­nen bei den meis­ten chro­ni­schen Krank­heits­bil­dern unter­stüt­zend wir­ken, indem sie den Schwe­re­grad lin­dern oder prä­ven­tiv ein­ge­setzt wer­den. Zu den häu­fi­gen Ein­satz­be­rei­chen zählen: 

  • neu­ro­de­ge­nera­ti­ve Erkrankungen
  • rezi­di­vie­ren­de Infekte
  • Auto­im­mun­erkran­kun­gen
  • All­er­gien
  • Unver­träg­lich­keit von Implantaten
  • Beglei­tung bei onko­lo­gi­schen Behandlungen
  • Kin­der­wunsch
  • Long-Covid-Erkran­kung
  • Erschöp­fung, etc. 

Wie läuft die Behandlung ab?

In einem ers­ten Bera­tungs­ge­spräch erfas­sen wir Ihre Beschwer­den und arbei­ten Ihr Haupt­an­lie­gen her­aus. Es wer­den ent­spre­chen­de not­wen­di­ge dia­gnos­ti­sche Schrit­te ein­ge­lei­tet, meist Labor­dia­gnos­tik, die im wei­te­ren Ver­lauf bespro­chen wird. Eben­so erhal­ten Sie Hand­lungs­emp­feh­lun­gen. Die Emp­feh­lun­gen kön­nen je nach Befund eine geziel­te Nähr­stoff­the­ra­pie, Anpas­sun­gen der Ernäh­rung und Lebens­wei­se sowie ergän­zen­de Natur­heil­ver­fah­ren umfassen.

Ver­laufs­kon­trol­len ermög­li­chen es, Ihren Gesund­heits­zu­stand zu über­wa­chen und den Effekt der bis­he­ri­gen The­ra­pien zu erfassen.

Die Bera­tung kann vor Ort in der Pra­xis (Ter­min­bu­chung: Funk­tio­nel­le Medi­zin) erfol­gen oder online per Video­sprech­stun­de (Ter­min­bu­chung: Videosprechstunde).

Wei­ter­hin wei­se ich dar­auf hin, dass gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen die Leis­tun­gen der Funk­tio­nel­len Medi­zin nicht über­neh­men. Bera­tun­gen wer­den daher an Selbst­zah­ler und Pri­vat­ver­si­cher­te angeboten.

Die­se Leis­tung ist nur für Pri­vat­pa­ti­en­ten und Selbst­zah­ler verfügbar.

Besu­chen Sie unse­re Fach­pra­xis für Neu­ro­lo­gie in Erding.

Bitte beachten Sie, dass die Praxis am 23., 24. und 30. April geschlossen ist.